Die Formierung der Marvel’s Avengers: Black Panther

Wie hauchten Crystal Dynamics T'Challa in Marvel's Avengers Leben ein? Von der Suche nach einem einzigartigen und doch originalgetreuen Charakteransatz bis zum Finden des perfekten Kampfstils.
Von Duncan Heaney

Der Krieg um Wakanda hat begonnen!

Die neue Erweiterung von Marvel's Avengers ist jetzt für alle Spieler verfügbar. Sie bringt eine gewaltige Menge neuer Inhalte ins Spiel - einschließlich einer neuen Kampagne, neuer Gegner, neuer Umgebungen und eines brandneuen spielbaren Charakters: Black Panther.

Dieser neue Held ist flink, beweglich und anders als jeder andere Avenger im Spiel! Dank seiner Fähigkeit, über beinahe jeden Gegner herzufallen, und seinen unglaublichen Möglichkeiten zur Verteidigung ist er - in den richtigen Händen - eine beinahe unaufhaltsame Macht. Was würde man auch anderes vom König von Wakanda erwarten?

Natürlich ist T'Challa nicht einfach so komplett und perfekt im Spiel aufgetaucht. Er und seine total befriedigende Ausstattung mit Skills sind das Ergebnis viel harter Arbeit des Teams von Crystal Dynamics. Und hier ist die Geschichte, wie sie den Black Panther erschufen.

Willkommen in Wakanda

Für das Entwicklerteam von Marvel's Avengers stellt sich bei der Erschaffung jedes einzelnen Helden nicht nur die Frage, was dieser Held tun kann, sondern es muss auch definiert werden, wer er eigentlich ist. Im Fall von Black Panther bedeutete das, dass man nicht nur T'Challas Heldenrolle auf den Grund gehen, sondern auch das Land unter die Lupe nehmen musste, das er regiert.

Game Writer Hannah MacLeod erklärt: "Wir mussten unsere Version von Wakanda finden. Das bedeutete, dass wir die Frage stellen mussten: Wie sieht Wakanda nach dem A-Day aus?"

Der A-Day ist der dunkelste Moment in der Geschichte der mächtigsten Helden der Welt. Dieses Ereignis, das am Anfang der ursprünglichen "Zusammenführung"-Kampagne steht, hinterlässt San Francisco in Trümmern, bringt die Öffentlichkeit gegen die Superhelden auf und führt zur Auflösung der Avengers. Wo also passt Wakanda in diese zersplitterte Welt?

"Wir beschlossen, dass Wakanda vor dem A-Day mit den Avengers Gespräche über ein Bündnis geführt hätte", erläutert MacLeod. "Aber die Katastrophe sorgte für einen Rückzieher. Die Umstände führten dazu, dass man sich erneut von der Außenwelt abschottete."

Ein einzigartiger, aber originalgetreuer Ansatz

Innerhalb dieser verschlossenen Gemeinschaft konnte die Figur des Black Panther langsam Gestalt annehmen - welche Inkarnation des Helden sie sein und wie sie in den größeren erzählerischen Rahmen von Marvel's Avengers hineinpassen würde. Der erste Ort, an dem MacLeod und das Team nach Inspiration suchten, waren die Comics.

"Während das Spiel eine Original-Geschichte bekommen hat, stammen die Figuren und ihre Beweggründe direkt aus den Comics", erläutert sie. "Als wir beispielsweise Ulysses Klaue entwickelten, sahen wir uns genau an, wie er sich in den Comics verhält, besonders in der 'Long Live the King'-Story."

Bei T'Challa selbst wollte das Team der Persönlichkeit und dem Geist der Figur, so wie sie in verschiedenen Medien zu finden ist, treu bleiben. MacLeod dazu:

"In den Comics gibt es ein paar große Momente, die seine Persönlichkeit formen und T'Challa zu der Person machen, die er heute ist. Wir sahen uns diese zentralen Momente an und überlegten, wie wir sie interpretieren könnten, damit sie in unsere Welt passen.

Zum Beispiel ist sein Vater T'Chaka tot - das ist ein großer Teil der Geschichte von Black Panther. Aber wie das geschieht, ist bei allen verschiedenen Versionen des Charakters, von den Comics bis zu den Filmen, unterschiedlich.

In unserem Spiel wird T'Chaka aber von seinen eigenen Leuten getötet. Sie hintergehen ihn und er stirbt bei dem Versuch, T'Challa zu schützen. Das Ereignis ist ein anderes, aber die Folgen sind dieselben in der Hinsicht, dass der Black Panther zu dem Helden geschmiedet wird, den wir kennen."

Der Mann hinter dem Panther

Einen weiteren großen Einfluss auf die Figur des Black Panther hatte der Schauspieler, der ihn im Spiel darstellt: Chris Judge.

MacLeod kann nur Positives über Judge sagen: "Vom Start weg wollten wir, dass Chris T'Challa spielt, aber wir waren nicht sicher, ob wir ihn bekommen könnten.

Ich weiß, dass er zunächst zögerlich war, weil er meinte, dass Chadwick Boseman bereits der definitive Black Panther war. Aber für unser Spiel stand er ganz oben auf der Liste, und als er dann bei dem Projekt mitmachte, war das ganz wunderbar!

Chris an Bord zu haben, half uns wirklich, unsere eigene Version des Black Panther herauszuarbeiten, besonders den Umstand, wie viel Erfahrung dieser Held bereits besitzt. In den Filmen ist T'Challas Vater beispielsweise gerade erst gestorben und seine Regentschaft ist noch jung, es ist alles noch relativ neu für ihn.

Mit Chris Judge und seinem wuchtigen Gebaren wollten wir eine Version der Figur porträtieren, die sich schon viel stärker in ihrer Rolle gefunden hat. Er ist schon eine lange Zeit König und sucht keinen Rat, so wie das die jüngere Version von ihm täte."

Judge schaffte es, den emotionalen Kern der Figur freizulegen: das Band zwischen T'Challa und seiner Schwester Shuri.

"Wir wussten, dass er die emotionale Schwere unserer Geschichte stemmen könnte, die ist nämlich ziemlich dramatisch", sagt MacLeod. "Es gibt eine Menge kraftvolle Szenen, besonders mit Shuri, bei denen er mit seiner Stimme Zärtlichkeit transportieren und doch seine königliche Ausstrahlung beibehält."

Fähigkeiten eines Raubtieres

Als es an die Ausgestaltung der Fähigkeiten von Black Panther im Spiel ging, suchte das Team nach einer einzigartigen Perspektive, die den Helden aus dem Rest der Avenger herausstechen lassen sollte. Senior Combat Designer Scott Walters erläutert, wie das Team loslegte:

"Wenn wir mit der Arbeit an einem Helden beginnen, blicken wir zunächst einmal darauf, für was diese Figur legendär ist. Wir sehen uns alles an, einschließlich der Bezüge in den Comics und den Filmen, und überlegen dann, wie wir das in unserem Spiel auf den Bildschirm bringen."

Bei der Recherche in der langen und vielfältigen Geschichte des Black Panther bildete das Team schnell eine klare Vision für den Helden heraus, und für die einzigartigen Fähigkeiten, die er ins Gameplay bringen könnte. Eine Handvoll Ideen stachen dabei heraus, und auf die stürzte man sich dann.

"Wir konzentrierten uns auf dieses raubtierhafte Anspringen des Black Panther", sagt Walters. "Er wirft sich auf seine Ziele, greift sie und bringt sie zu Boden. Alternativ kann er sich auf größere Gegner stürzen und ihnen mit seinen Vibranium-Klauen heftig zusetzen!"

Vom Start weg wusste das Team, dass dieses Anspringen eine zentrale Fähigkeit der Figur sein sollte. Diese Aktion verschafft nämlich nicht nur totale Befriedigung, sondern verleiht dem Black Panther auch eine deutliche Individualität.

"Kein anderer Held kann die Gegner auf diese Weise greifen", führt Walters aus. "Ja, Hulk kann die kleineren Gegner packen und herumtragen. Aber er kann keinen Panzer auf zwei Beinen wie den EXO greifen oder einen der größeren Crawler-Bots, die es in der Erweiterung gibt.

Aber Black Panther kann diese Gegner anspringen und sie aus dem Kampf nehmen und dabei auch noch kräftig Schaden machen. Das beherrscht wirklich nur T'Challa, und das passt perfekt zu ihm. Das hat diese besondere Marvel-DNA."

Verteidigung ist der beste Angriff

Aber dieses Anspringen war nur ein Teil des Ganzen - die andere große Idee des Teams wurde von Black Panthers Anzug inspiriert. T'Challa kann kinetische Energie von den Angriffen der Gegner absorbieren und sie freisetzen, um Schockwellen zu erzeugen und seine Fähigkeiten aufzubohren. Diese großartige Fertigkeit beschert dieser Figur einen Spielstil, der sich von allen anderen Charakteren unterscheidet.

"Wir wollten einen Stil unterstützen, der die Spieler dazu ermuntert, wirklich defensiv vorzugehen", erläutert Walters. "Die Spieler können die Gegner blocken, um Energie aufzubauen, und diese Energie dann für ihre eigenen Angriffe nutzen - und zwar nicht nur für einen großen Flächenangriff, sondern auch um Spezialattacken jeder Art zu befeuern.

"Es war wichtig, sicherzustellen, dass es reichlich interessante Möglichkeiten für den Einsatz all dieser gespeicherten Energie gibt."

Die ultimative Herausforderung

Nachdem die Kernkonzepte standen, entwickelte das Team die spezifische Aktionspalette von Black Panther. Bei diesem Prozess wurde ständig ausprobiert, getestet und gefeilt und selbst die einfachsten Aktionen wurden auf den Prüfstand gestellt, um sie so befriedigend wie möglich zu machen.

"Am Anfang zum Beispiel bestand der Sprintangriff von Black Panther aus drei Kicks auf einmal, aber als wir spielten, stellten wir fest, dass es präziser und befriedigender wäre, wenn wir die Attacke stattdessen in eine Mini-Kombo verwandeln würden", erinnert sich Walters.

Eine Sache erforderte ganz besonders viel Aufmerksamkeit, und zwar die ultimative Heldenaktion der Figur: Basts Auserwählter. Dabei kanalisiert T'Challa den Geist der Panther-Gottheit, um verschiedene Effekte einschließlich dicker Verteidigungsboni zu erhalten. Aber das war nicht immer so.

"Wir hatten die Grundlagen ausgearbeitet, aber wir wussten nicht, wie wir das im Spiel repräsentieren sollten", sagt Walters. "Wir wollten uns der Mythologie von Wakanda bedienen, wo die Leute Bast verehren, aber wir mussten hart daran arbeiten, bis wir herausfanden, wie wir das ins Gameplay implementieren könnten.

Zunächst kanalisierte T'Challa den Geist, um stärker zu werden - im Endeffekt handelte es sich um eine Erhöhung des Schadens. Aber wegen seiner intrinsischen Fähigkeit, bei der er dank seiner Anzugfähigkeiten Energie speichert und seine Angriffe verstärkt, fühlte sich das redundant an.

Also wechselten wir den Fokus auf den Schutzaspekt. Man erhält immer noch einen Schadensbonus, aber der echte Spaß kommt von den neuen Verteidigungsmöglichkeiten. Eines der ersten Upgrades, die man für die Aktion bekommt, lässt einen beispielsweise zuvor nicht blockbare Angriffe abwehren und parieren.

Wenn ein gewaltiger Gegner zu einer Attacke ansetzt und die rote Anzeige erscheint, dann taucht man normalerweise weg. Mit Black Panther kann man die Aktion aber unterbrechen und den Gegner sogar wegstoßen!"

Nun fühlte sich Basts Auserwählter viel besser an, und als dann noch die Grafikeffekte hinzugefügt wurden, ergab das ein tolles Gesamtbild.

"Wir bedienten uns an der Hintergrundgeschichte der Comics, um die Vergeistlichung von Bast wirklich zu visualisieren", sagt Walters. "Jetzt kann man einen riesigen spektralen Panther rufen, der sich auf die Gegner stürzt, wenn man den Ultimate startet. Das versinnbildlicht den ersten Schadensschub der Aktion und fühlt sich wirklich authentisch für die Welt des Black Panther an."

Nun erscheint die "Krieg um Wakanda"-Erweiterung, und das Team ist sehr zufrieden mit der Figur und freut sich auf die Reaktionen der Spieler.

"Jedem war dieses Projekt total wichtig", sagt MacLeod. "Wir alle wissen, wie wichtig die Figur den Leuten ist, und wir wollten ihr gerecht werden.

Ich hatte die Freiheit, maximal ernsthaft, emotional und tiefgehend mit dieser Figur umzugehen, weil jeder im Team dasselbe fühlte: Dass wir diese Sache richtig hinbekommen mussten.

Ich bin wirklich stolzer auf diese Erweiterung als auf alles anderes, an dem ich bislang in meiner Karriere gearbeitet habe."

Ihr könnt den Black Panther selbst erleben, und zwar in der "Krieg um Wakanda"-Erweiterung, die allen Spieler, die im Besitz von Marvel's Avengers sind, als kostenloses Update zur Verfügung steht.

Holt euch Marvel's Avengers


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