6 kinderleichte Square Enix-Bosse

Sie mögen einen furchterregenden Eindruck machen, doch diese bellenden Bosse beißen nicht (besonders heftig)!
Von Duncan Heaney

Immer mal wieder trifft man in einem Spiel auf einen angsteinflößenden Gegner, bei dem man sich nur denkt: oh-oh…

Solche großen, kräftigen Bösewichte mögen euch mit Furcht erfüllen - angespannt und verkrampft macht ihr euch auf eine brutale Schlacht gefasst, die euch herausfordern wird wie nichts zuvor. Und dann… oh. Er ist schon besiegt? Nun, das war aber einfacher als erwartet!

Spiele von Square Enix sind vor diesem Phänomen nicht gefeit. Es gibt so einige Bosse, die eine gewaltige Herausforderung erwarten lassen, aber - wenn man weiß, was zu tun ist - rasend schnell fallen.

Hier sind ein paar unserer Favoriten:

Der Wachsskorpion in FINAL FANTASY VII

Der Wachsskorpion - FINAL FANTASY VII

Der erste Boss im originalen FINAL FANTASY VII ist eine Legende. Er ist dramatisch, imposant und unglaublich cool… Aber schwierig? Nein, nicht wirklich.

Er besitzt ein paar mächtige Attacken, aber um ehrlich zu sein, die größte Bedrohung, der ihr euch in diesem Kampf stellen müsst, resultiert aus Clouds, ähm, hilfreichen Vorschlägen wie "angreifen, während der Schwanz oben ist!".

(Profitipp für die Spieler*innen, die gerade auf PS Now loslegen: Greift NICHT an, während der Schwanz oben ist.)

Wächterskorpion in FINAL FANTASY VII REMAKE

In FINAL FANTASY VII REMAKE wurde dieser Boss als der Wächterskorpion wiedergeboren, und der ist eine erheblich größere Bedrohung. Seine Raketenwerfer, das Energieschild und die Eisenklaue-Attacken können euch wirklich den Tag vermiesen - besonders wenn ihr erst mit dem Spiel loslegt. Und haben wir schon das Kraftfeld angemerkt? Das sorgt sogar bei Cloud für Überraschung.

Im Vergleich dazu ist der erste Boss des Originalspiels ein Zuckerschlecken. Greift einfach ungebremst an, nutzt ein bisschen Blitzmagie und ignoriert den Ratschlag des SOLDATEN-Jungen - und ihr schickt diese mechanische Monstrosität, ganz ohne in Schweiß auszubrechen, auf die große Schrotthalde im Himmel.


Falscher Präsident Deling / Gerogero - FINAL FANTASY VIII Remastered

Ach, ihr wisst ja, wie das ist: Da führt man eine ausgefuchste und risikoreiche Mission auf einem rasenden Zug durch, um einen Weltenlenker zu entführen, nur um festzustellen, dass der ein Köder ist. Oh, und ein Zombie. Oh Mann.

Wenn sich der falsche Präsident Deling in FINAL FANTASY VIII Remastered in den untoten Gerogero verwandelt, dann kann euch das wirklich überraschen. Physische Angriffe verursachen reduzierten Schaden, und er ist fähig, allerlei schwächende Effekte auf die Truppe zu wirken: Verlangsamung, Stille, Berserker… Alles ist angerichtet für eine wirklich brutale Schlacht.

Aber so brutal ist sie gar nicht. Tatsächlich lässt sich der furchterregende Fake-Führer mit einer einzigen Aktion erledigen. Was man bedenken muss: Er ist untot. Was würde also passieren, wenn man eine Phönixfeder in seine Richtung schleudert?

Die einmalige Verwendung dieses traditionellen Wiederbelebungs-Items der FINAL FANTASY-Serie genügt, um Gerogero zu erledigen. Das mag ein wenig hinterhältig sein, aber hey - so ist das im FINAL FANTASY-Politikbetrieb.

Die Guardians of the Galaxy und Kammy, das Weltraumlama

Kammy, das Weltraumlama - Marvel’s Guardians of the Galaxy

Am Anfang von Marvel’s Guardians of the Galaxy erlebt man das Team auf einer riskanten (und sehr illegalen) Mission: Der Jagd nach einer scheuen Kreatur, einem Monster, das die Guardians fangen wollen, um es Lady Hellbender - der Monsterkönigin von Seknarf Nine - zu verkaufen und dabei den großen Reibach zu machen.

Mit dem Plan gibt es nur ein Problem: Peter Quill hat versäumt, sich eine Beschreibung der fraglichen Kreatur zu besorgen. Trotzdem macht sich das Team in der verbotenen Quarantänezone auf die Suche nach seiner Beute.

Der Weg ist nicht einfach - instabiles Gelände, hinterhältige Angriffe kleinerer Monster und ein besonders unvernünftiger Schießwettbewerb führen die Mission am Rande der Katastrophe entlang. Aber letztlich zahlen sich die Mühen des Teams aus, als ein nervenaufreibendes rotäugiges Biest beginnt, sie aus den Schatten heraus ins Visier zu nehmen.

Das irre Tempo dieser Kreatur macht es schwer, sie aufzuspüren und ihr ballert drauf los in einer Schlacht auf Leben und Tod - so zumindest hat es den Anschein. Wenn ihr endlich eure Beute ins Licht bringt, realisiert ihr nämlich… dass es sich um ein Lama handelt. Ein ausgesprochen überhaupt nicht bedrohliches Weltraumlama.

Okay, das war vielleicht nicht der Bosskampf, den ihr erwartet, oder der Preis, auf den das Team gehofft hatte. Aber es ist wirklich schwer, auf so etwas Hinreißendes wütend zu sein.

Böser Brückentroll in Life is Strange: True Colors

Böser Brückentroll - Life is Strange: True Colors

Wie wird man mit einem großen, furchterregenden Brückentroll fertig, der erbittert ein Juwel bewacht, das man benötigt? Mit diesem Problem werden die edlen Helden Alexandra und Thaynor in Life is Strange: True Colors konfrontiert.

Okay, in Wirklichkeit sind es Alex Chen und der junge Ethan, die an einen Live-Action-Rollenspiel (LARP) teilnehmen. Und ja, der Charakter von Alex heißt in eurem Spiel vielleicht anders, aber in unserem ersten Spieldurchlauf wählten wir Alexandra, also wird das in unserem persönlichen Spielekanon immer ihr Name sein.

Trotzdem, dieser Brückentroll ist ein großes Problem. Jeglicher Kampf würde zu einer vernichtenden Begegnung werden - zumindest metaphorisch. Wenn es nur eine Möglichkeit gäbe, das Ganze einfacher zu machen…

Tatsächlich gibt es sogar zwei Möglichkeiten. Jeder hat seinen Preis, auch Trolle, und umsichtige Entdecker könnten vielleicht erfahren, was dieser Preis ist. Alternativ könnte euch ein schneller Trip in den örtlichen Zauberladen eine Tasche voller Trollstaub verschaffen - und das ist genau das, was euch so eine schreckliche Kreatur Untertan machen kann.

Nun, von wegen "schrecklich" - angesichts dessen, dass es sich hier in Wirklichkeit nur um einen liebenswerten Park Ranger in einem schlechten Kostüm handelt, fällt es schwer, zu sehr eingeschüchtert zu sein, oder?

Berühmter Mime Gogo - FINAL FANTASY V Pixel Remaster

Gogo dagegen ist jemand, der einen einschüchtert.

Dieser Boss aus FINAL FANTASY V kann auf alles, was ihr raushaut, in zehnfacher Weise antworten. Nutzt einen physischen Angriff und er wird euch maximal verkloppen. Sprecht einen Zauber in seine Richtung und er wird mit stärkerer Magie kontern, als ihr aufbringen könntet.

Das klingt nach einem schwierigen Kampf, bis ihr etwas realisiert - statt euch von ihm kopieren zu lassen, solltet ihr ihn kopieren. In anderen Worten und so ähnlich wie das beim Bruder eines gewissen berühmten Klempners ist: Der beste Weg zum Sieg ist, nichts zu tun.

Greift nicht an, sprecht keinen Zauber, steht einfach da und lasst die Zeit vergehen. Mehr braucht es nicht, um diesen extravagant gewandeten Antagonisten zu überwinden.

FINAL FANTASY XV Adaman Tamai

Adaman Tamai- FINAL FANTASY XV

Wer sagt, dass Größe wichtig ist?

Adaman Tamai aus FINAL FANTASY XV ist der größte und visuell beeindruckendste Boss in einem Spiel, das voll solcher Bosse steckt. Gegenüber seinem üppigen Leibesumfang sind Noctis und seine Kumpel bloße Tüpfel in der Landschaft.

Diesem berggroßen Ungetüm mit Warp-Angriffen und einer Motorklinge zu Leibe zu rücken, ist ein entmutigender und langwieriger Prozess, der Aufmerksamkeit, Ausdauer und einen ordentlichen Vorrat an Heilmitteln erfordert... ach ja, und etwas von Ignis' Hausmannskost wäre wahrscheinlich auch nicht verkehrt. Ja - das hier ist eine Schlacht für die Geschichtsbücher.

Oder man verwendet einfach den Ring der Lucis und tötet das Biest mit einem einzigen Treffer.

Natürlich ist das nicht so einfach - ein bisschen Glück braucht man schon, wenn man den sofort tötenden Alterna-Zauber des Rings beschwört. Es könnten ein paar Anläufe nötig sein, aber es ist auch kein Problem, außerhalb der Reichweite von Adaman Tamai zu bleiben und wieder ein bisschen MP für einen weiteren Versuch aufzuladen.

Irgendwann tut der Ring dann, was er soll, und Adaman Tamai wird in einem Meer aus Funken und Farben ausradiert.

Es ist vielleicht nicht die sportlichste Art, diesen majestätischen Feind auszuschalten, aber Mann, es ist so befriedigend!


Das waren nur ein paar Gegner aus Square Enix-Spielen, die bedrohlicher erscheinen, als sie letztendlich sind.

Sicher könnt ihr auch ein paar Beispiele beisteuern – also warum tut ihr das dann nicht einfach via Social Media?

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